NeoBallad auf dem HYPER JAPAN Christmas Market in London

konzertbericht - 08.01.2017 05:00

NeoBallad verleihen der Bühne von HYPER JAPAN einen traditionellen Touch.

NeoBallad-Sängerin Wakasa Sachi und Schlagzeuger und Komponist Kamiryo Wataru, beide in traditionelle japanische Gewänder gehüllt, eröffneten den zweiten Akt des Samstags mit einer interessanten Interpretation japanischer Volksmusik, in die sie noch moderne Popelemente eingearbeitet haben.

Eines der ersten Lieder, das sie zum Besten gaben, war das äußerst lebhafte "Tairyo utaikomi" und bot sogar eine Shamisen (ein traditionelles gitarrenartiges japanisches Instrument), das im Rhythmus von Watarus Schlagzeug faszinierend anzuhören war. "Aizu bandai-san", das auf einem Volkslied aus Fukushima basiert, fuhr überwiegend mit Akkorden von der Shamisen und dem Schlagzeug auf. NeoBallad blieben dem traditionellen Stil der Originale überwiegend treu und Sachis kraftvoller Gesang wies die Richtung.

Anschließend schickte sich Schlagzeuger Wataru an den Leuten zu erklären, wie er als Kind in England gelebt hat und dass es ihn sehr glücklich macht an jenem Tag dort auftreten zu können. Zudem erzählte er von seiner Hoffnung, dass die Freundschaft zwischen England und Japan ewig währe. Er betonte, dass, da es sich um eine Weihnachtsveranstaltung handele, NeoBallad ein Weihnachtslied spielen würden: "Hark! The herald angels sing". Für die Hymne war das Tempo natürlich viel langsamer und die Hintergrundmusik wesentlich spärlicher. Sie bestand überwiegend nur aus der Shamisen, einer Art Xylophon und sehr wenig Trommeln. Erst gegen Ende des Liedes nahm es ein wenig Fahrt auf. Sachis Gesang erfüllte jedoch die Bühne, erschuf eine ätherische Atmosphäre. Sie sang und tanzte elegant mit einem Papierfächer in der Hand über die Bühne.

Im Gegensatz dazu war ihr letztes Lied "Akita daikoku mai" sehr spannend und wartete mit viel mehr Fan-Interaktionen in Sachis Abschnitt auf. Unterdessen erzählte ein Übersetzer der Menge ein Märchen von einem magischen Hammer und das Sachi diesen Hammer im nächsten Lied schwingen würde. Damit wolle sie jedermann Glück wünschen. Ähnlich wie die Darbietung von "Tairyo utaikomi" so war auch dieses von schnellerem Tempo. Nichtsdestotrotz schien dieses Lied aber wesentlich mehr Rock- und sogar ein paar J-Popeinflüsse zu besitzen. Nach der Darbietung bedankte sich Sachi ein letztes Mal bei der Menge und ließ über den Übersetzer ausrichten, dass sie gerne noch ein Gruppenfoto aufnehmen wolle.


Setlist

01. Kokuu
02. Tsugaru jongara bushi (aus Aomori)
03. Sooran bushi (aus Hokkaido)
04. Tairyo utaikomi (aus Miyagi)
05. Aizu bandai-san (aus Fukushima)
06. Hark! The herald angels sing
07. Akita ondo (aus Akita)
08. Akita daikoku mai (aus Akita)
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