PLASTICZOOMS EU Tour 2017

konzertbericht - 15.03.2017 09:30

Für ihr zweites Live in Berlin rockten die vier Musiker das Monarch.

Im ersten Interview mit JaME versprach die Post Punk/ New Wave-Band PLASTICZOOMS in Kürze für eine zweite Tour nach Europa zurückzukommen. Die Musiker hielten Wort und touren seit dem 24. Februar durch mehrere europäische Länder. JaME besuchte ihr Konzert am 25. Februar im Berliner Monarch.

Durch den ungewöhnlichen Aufbau des Lokals, direkt gegenüber von der U-Bahnstation Kotbusser Tor, mussten sich Sänger Asakawa Sho, Gitarrist Takanashi Tom, Bassist Yokoe Jun und Support-Drummer Kanbayashi Shota einen Weg direkt durch die Reihen ihrer Fans bahnen, um auf die kleine Bühne zu gelangen. Bevor die vier Musiker ihr Set mit dem starken "Frontal Attack", dem Opener ihres neuen Albums "PLASTICZOOMS" eröffneten, begrüßte Sho die versammelten Fans und stimmte sie auf das Kommende ein. Das Publikum ging vom Start weg gut mit, doch auch Sho und Tom tanzten und rockten trotz des begrenzten Platzes was das Zeug hielt. PLASTICZOOMS ließen darauf nahtlos das neue "The Future", ihren Klassiker "Crack" (mit starker Bassline) und das ebenfalls neue "Quite Cleary" folgen. In diesem rockigen Song eroberten Tom und Sho kurzzeitig die kleine Bühne, auf der bis dahin nur Bass und Drums Platz gefunden hatten, und Tom sorgte mit einem mitreißenden Gitarrensolo für Begeisterung. Das Publikum tanzte und sprang seit dem ersten Song ohnehin mit.

Während der Performance von "Veiled Eyes" klatschten die Fans im Takt mit, ehe sie wieder gemeinsam mit Sho zum Beat tanzten. Beim nachfolgenden "Synestesia" hallte Shos verfremde Stimme mit einem Echo durch das Monarch und schuf gemeinsam mit den abgespacten Synths eine sehr dichte Atmosphäre. In ihrem Mix aus neuen und bekannten Songs ließen sich PLASTICZOOMS und das Publikum bei "B.U.G.", "Smoke Motion" und "Night & Hurt" von der teils deftigen, teils psychedelischen und elektrisierenden Musik treiben. Als nicht minder atmosphärisch und mitreißend entpuppte sich die starke Rocknummer "MASKED", die den Fans keine Pause gönnte. Doch augenscheinlich hatten die Anwesenden ohnehin zu viel Spaß, um erschöpft zu sein. Im Anschluss performten PLASTICZOOMS ihre Version von Spandau Balletts "To Cut A Long Story Short", was die Menge einmal mehr zum Tanzen animierte. Darüber hinaus erweckte Sho, der sich auf die Treppenstufen der Bühne setze und die Hände zur Musik bewegte, einmal mehr den Eindruck, als würde er seine Bandmitglieder einhändig dirigieren - und das gänzlich ohne Blickkontakt, da er mit dem Rücken zu ihnen saß.

PLASTICZOOMS setzten nonstop mit den neuen New Wave Krachern "HiGHWAY" und "U12" fort, die das Publikum ausgelassen tanzen und die Fensterscheiben von innen beschlagen ließen. Auch die beiden nächsten Lieder luden zum Mittanzen ein, wobei Tom im Verlauf von "Time in the Cellar" mit einem prägnanten Gitarrensolo und Jun in "Minds" mit einem hypnotischen Bassspiel auffielen. Während die Show allmählich ihrem Höhepunkt entgegensteuerte, forderten PLASTICZOOMS mit dem instrumentalen "Sakura", den neuen und alten Fan-Favoriten "Breitenbach" und "Raven" noch einmal alles von sich und den versammelten Fans. Dem Jubel nach dem letzten Song zu urteilen, wurde niemand enttäuscht – im Gegenteil, die Fans wollten mehr. Daher war es nicht verwunderlich, dass die Fans schon kurz nach Verklingen des letzten Tons eine Zugabe von Sho, Tom, Jun und Shota forderten. Es bedurfte nur einer kurzen Beratung und PLASTICZOOMS ließen die Fans mit "KMKZ" noch einmal wild springen und tanzen. Während des starken Stücks, rutschte dem sonst hoch konzentrierten Drummer Shota der rechte Drumstick aus den Händen. Dies wurde von dem jungen Musiker gekonnt überspielt, und nur wenige Sekunden später, trommelte er wieder kraftvoll mit beiden Sticks.

Am Ende des Lives war klar, dass PLASTICZOOMS noch ein weiteres Versprechen gehalten und alle Anwesenden zum Tanzen gebracht hatten. Ohne Verschnaufpausen ging es von einer Nummer zur nächsten. Die kurzweilige Show in der ungewöhnlichen Location machte Lust auf mehr. Und da auch noch eine Fotosession für VIP-Ticketinhaber und eine Autogrammstunde für alle Anwesenden angesetzt war, konnten sich alle Fans noch ein wenig mit ihren Stars unterhalten und den Abend harmonisch ausklingen lassen.

Setlist:
01. Frontal Attack
02. The Future
03. Crack
04. Quite Cleary
05. Veiled Eyes
06. Synestesia
07. B.U.G.
08. Smoke Motion
09. Night & Hurt
10. MASKED
11. To Cut A Long Story Short
12. HiGHWAY
13. U12
14. Time in the Cellar
15. Minds
16. Sakura
17. Breitenbach
18. Raven

Zugabe:
KMKZ


JaME bedankt sich ganz herzlich bei PLASTICZOOMS und HIGHFeeL.
items
künstler
konzerte und events
PLASTICZOOMS 25/02

PLASTICZOOMS
Berlin - Germany
Monarch
Kommentare
blog comments powered by Disqus
themes

Konzerte und Releases im deutschsprachigen Raum 2017

galerie
anzeigen