Interview mit J☆Dee’Z auf der Anime Messe Berlin

interview - 09.06.2018 16:57

JaME hat das Dance Pop Trio J☆Dee’Z während der Anime Messe Berlin getroffen und mit den Mädchen über ihre Karriere in ihrem jungen Alter und ihre Träume geredet. Und wir haben herausgefunden, warum ami gern nach Kanada möchte.

Die Mitglieder des Dance Pop Trios J☆Dee’Z sind Teenager. Dennoch haben sie bereits mehr erreicht als durchschnittliche 17-Jährige, wie beispielsweise ein Auftritt auf der Japan Expo in Frankreich als jüngster Gast in der Geschichte der Convention und ein Ending Song für die beliebte Pokemon Anime-Reihe. JaME traf die Mädchen während ihres Aufenthalts auf der diesjährigen Ausgabe der Anime Messe Berlin und redete mit ihnen über ihre bisherige Karriere, ihre Zukunftspläne und was ihnen als Mitglied einer Band am meisten Spaß macht.


Hallo J☆Dee’Z! Da dies unser erstes Interview mit euch ist, stellt euch doch bitte kurz unseren Lesern vor.

Nono: Mein Name ist Nono. Ich bin 16 Jahre alt.
ami: (auf Deutsch) Mein Name ist ami, ich bin 17 Jahre alt.
MOMOKA: (auf Deutsch) Mein Name ist MOMOKA. Ich bin 18 Jahre alt.


Ihr seid auch zum ersten Mal in Deutschland. Was habt ihr erwartet und wie gefällt es euch bisher?

Nono: Ich war sehr aufgeregt, nach Deutschland zu kommen und ich war mir nicht sicher, ob alles glatt gehen würde, ganz besonders was die Sprache anbelangt. Ich wusste nicht, ob ich mit den Menschen hier kommunizieren können würde. Natürlich haben wir uns im Vorfeld über Deutschland und die deutsche Sprache informiert, aber ich war trotzdem ein bisschen nervös. Aber als wir hier sehr herzlich im Hotel empfangen wurden und ich gemerkt habe, dass man auch hier einfach "Hi!" sagen kann, war ich sehr erleichtert. Wir konnten uns tatsächlich verständigen! Ich bin sehr froh, hier zu sein und es war toll, so herzlich begrüßt worden zu sein.
MOMOKA: Ich habe eine Freundin, die schon einmal in Deutschland war und die mir erzählt hat, dass Deutschland ein wirklich schönes Land mit einer guten Stimmung wäre und es mir hier sicher gut gefallen würde. Und ganz ehrlich, ich liebe alles hier und es ist sogar besser als erwartet! Ich kann es kaum erwarten, noch einmal ein Konzert hier in Deutschland zu spielen!
ami: Ich war auch total aufgeregt und habe mich auf Deutschland gefreut. Ich fragte mich ganz besonders, welche Stimmung wohl während unserer Konzerte herrschen würde. Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass die Stimmung ganz anders war als bei unseren japanischen Konzerten, weil das Publikum hier ganz andere Lieder gefeiert hat als unser Publikum in Japan. Als ich das gesehen habe, habe ich mich so sehr über unsere Auftritte hier gefreut und ich finde es total toll, in Deutschland zu sein.


Die meisten Leute kennen euch vermutlich durch euer Lied "Peace Smile!", das als Ending Song für die Animeserie Pokemon XY verwendet wurde. Aber welcher ist, eurer Meinung nach, der eine J☆Dee’Z Song, den jeder kennen sollte?

Alle: Wow, das ist eine schwierige Frage.
Nono: "Answer"!
ami: Für mich ist es auch "Answer"!
MOMOKA: "Ato Ippo".
Nono: Also, als wir mit J☆Dee’Z angefangen haben, waren wir eine vierköpfige Band. "Answer" war also die erste Single, die wir nur zu dritt herausgebracht haben. Obwohl es als Band bereits unsere zweite Single war, hatten wir bei "Answer" das Gefühl, dass wir von jetzt an als dreiköpfige Band unser Bestes geben wollen. Wir wollten stärker werden und von dieser Veröffentlichung an wirklich unser Bestes geben, also haben wir all unsere Gefühle in diesen Song gelegt.
ami: Für "Answer" sind wir sogar nach New York geflogen und haben dort auf der Straße Konzerte gegeben. Für uns war das eine große Veränderung und auch eine große Inspiration, mit diesem Song zu arbeiten, daher mag ich dieses Lied sehr gern.
MOMOKA: Kann ich meine Antwort noch auf "Answer" ändern? (alle lachen) Aber auch wenn wir alle drei das Gleiche denken über diesen Song, denke ich, dass jeder, der J☆Dee’Z hört, ein anderes Lied am liebsten mögen wird. Aber das finde ich völlig in Ordnung und ich mag die Vorstellung, vielen Menschen auf der ganzen Welt unsere Musik zu präsentieren. Ich freue mich immer, wenn jemand unsere Musik hört, egal ob in Japan, in Deutschland oder irgendwo auf der Welt!


Ihr habt am 7. März diesen Jahres euer erstes Mini-Album "Ato Ippo" veröffentlicht. Könnt ihr uns mehr über diese CD erzählen?

ami: Das was das erste Mal, dass wir ein Mini-Album veröffentlicht haben und auch die erste CD, die wir als Oberschülerinnen herausgebracht haben! Also sagt dieses Mini-Album quasi "Das sind wir jetzt! So sind wir, kommt zu uns und lernt uns kennen!"


Was macht euch am meisten Spaß daran, in einer Band zu sein?

Nono: Ich liebe es, als Band Konzerte zu spielen. Natürlich machen Aufnahmen und die Arbeiten an Singles auch Spaß, aber das ist auch eine Menge Arbeit. Aber zusammen auf der Bühne zu stehen, wenn die Spannung sich mehr und mehr aufbaut und wenn die Leute vor der Bühne mehr und mehr Spaß während der Show haben – das ist das beste Gefühl.
MOMOKA: Für mich ist es das Schönste, die Menschen im Publikum während unserer Konzerte lächeln zu sehen oder wenn Fans im Anschluss zu uns kommen und uns erzählen, dass sie sich großartig während der Show gefühlt haben und wie toll das alles war. Das ist das beste Feedback und es bedeutet mir als Bandmitglied sehr viel. Ich bin dann wirklich glücklich.
ami: Natürlich liebe ich es auch, mit den anderen Mitgliedern auf der Bühne zu sein und zu tanzen und zu singen. Aber – um ehrlich zu sein – ich liebe es, so viele interessante und nette Menschen an so vielen Orten kennenzulernen. Dass wir zusammen in einer Band sind, hat es uns sogar ermöglicht, jetzt hier in Deutschland zu sein und sogar noch mehr freundliche Menschen aus dieser Gegend zu treffen. Ich freue mich sehr über all diese neuen Erfahrungen und ich genieße das alles sehr. Auch dass wir mit euch in Kontakt treten, ist wunderbar. Das gefällt mir am besten daran, in einer Band zu sein.


Ihr alle seid erst zwischen 16 und 18 Jahren alt, aber eure Karrieren haben sogar noch früher begonnen. War es schon immer euer Traum, in einer Band zu singen und zu tanzen?

Nono: Seit meiner Kindheit habe ich schon immer gern gesungen und getanzt, ich habe mich zu jedem Lied bewegt. Für mich ist das ein Ausdruck meiner Selbst. Daher wusste ich, dass ich so etwas später unbedingt einmal machen wollte. Auch wenn es eigentlich Zufall war, dass wir zusammen in einer Band gelandet sind, fühle ich mich, als würde ich hier gut hineinpassen und als würde ich wirklich hierher gehören. Ich bin also völlig zufrieden damit, wie meine Karriere begonnen hat.
MOMOKA: Mir hat es immer Spaß gemacht, zu tanzen und zu singen. Das mit der Band hat sich dann so ergeben und jetzt bin ich hier!
ami: Ich kann es immer noch nicht glauben, dass das alles so geklappt hat, schließlich kommen wir aus ganz unterschiedlichen Teilen Japans. Trotzdem haben wir uns gefunden und jetzt spielen wir zusammen! Die Liebe zum Tanz ist das Element, das uns verbunden hat und das uns schlussendlich zu dem Contest geführt hat, auf dem wir uns kennengelernt haben. Anfangs waren wir natürlich Fremde und es hat ein bisschen gedauert, bis wir eine echte Band geworden sind, aber wir haben es geschafft, ein starkes Band zu knüpfen und zu einer Einheit zu werden. Tatsächlich haben wir als Tanzgruppe angefangen und erst später begonnen, unsere eigenen Songs zu singen, aber jetzt freue ich mich wirklich, wie sich das alles entwickelt hat.


Ihr wurdet im Jahr 2013 zur Japan Expo in Frankreich eingeladen – als jüngster Gast überhaupt. Wie war es, als Mittelschülerinnen bei einer der größten europäischen Conventions auf der Bühne zu stehen?

Nono: Das war übrigens das allererste Konzert, das wir jemals in unserem Leben gespielt haben!
MOMOKA: Und dass wir unser Debüt in Frankreich auf einer solch riesigen Bühne geben konnten, hat uns tief beeindruckt. Wir haben so viele neue Erfahrungen gesammelt – zum Beispiel das ausländische Essen, das Reisen und generell das Auftreten auf einer Bühne. All das hat uns geprägt. Wir sind unglaublich dankbar für diese riesengroße Chance, die wir damals bekommen haben. Denn ich glaube, wir wären heute andere Menschen, wenn wir das zu diesem Zeitpunkt nicht hätten machen können.
ami: Beeindruckend, nicht wahr? Selbst für uns ist dieser Rückblick gerade echt krass, weil wir damals auch so jung waren.
Nono: Eigentlich haben wir es nur geliebt zu tanzen und wir haben es geliebt zu singen, also dachten wir damals nur "Oh cool, wir gehen nach Frankreich!" (alle lachen) Wir haben uns einfach keine Gedanken gemacht, wie jung wir damals waren, wir waren einfach voller Vorfreude und Tatendrang und wollten das unbedingt erleben. So nach dem Motto "Super! Lasst uns das einfach mal machen!"
MOMOKA: Das war eine wirklich wunderbare Erfahrung und wir würden das jederzeit wieder machen. Der einzige Unterschied zu damals ist, dass wir zu der Zeit einfach auf die Bühne gelaufen sind und den Auftritt hingelegt haben, ohne zu viel darüber nachzudenken. Heute würden wir uns vielmehr Gedanken und vielleicht auch Sorgen machen, aber wir würden das trotzdem liebend gern noch einmal machen!


Wenn ihr hingehen könntet, wohin ihr wollt, um ein Konzert zu geben oder Sightseeing zu machen – wohin würde es euch verschlagen?

Nono: Wow, ich kann mich gar nicht entscheiden! (alle stimmen zu und denken angestrengt nach)
Alle: Wir würden gern noch einmal nach New York! Wir könnten uns auch vorstellen, in Kanada oder irgendwo anders ein Konzert zu geben.
MOMOKA: Ich würde auch gern mal London besuchen. Außerdem hatten wir diesmal kaum Zeit, hier in Deutschland Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Deshalb würden wir gern für einen längeren Zeitraum hierher zurückkommen.

Für einen längeren Zeitraum – heißt das, vielleicht für eine Europatournee?

Alle: Oh, das würden wir super gern machen!
Nono: Ich würde gern jedes einzelne Land besuchen! (alle lachen)
MOMOKA: Es gibt so viele Orte, die wir noch nicht besucht haben, und es gibt so viele Orte, die wir gern sehen würden, dass wir uns einfach nicht entscheiden können. Aber wenn wir die Chance erhalten, würden wir überall hingehen! Wir möchten schließlich ganz viele verschiedene Orte sehen und sind dankbar für jede Möglichkeit, die sich uns bietet.

Gibt es noch irgendwelche ganz konkreten Orte, die ihr besuchen möchtet?

ami: (ohne zu zögern) Kanada. Weil ich nichts über Kanada weiß! (alle lachen) Bevor wir nach Deutschland gekommen sind, haben wir uns im Internet informiert, wie es hier so ist. Und jetzt ist es sogar viel besser, als wir uns das vorgestellt haben. Über Kanada wissen wir aber bisher überhaupt nichts und ich kann mir vorstellen, dass es total interessant wäre, dorthin zu gehen!


Gibt es eigentlich etwas, das ihr unbedingt in Berlin tun oder sehen wolltet?

Nono: Die Berliner Mauer!
ami: Wir würden gern mit einem Doppeldecker-Bus fahren! So etwas gibt es nämlich nicht in Japan. Immer, wenn wir so einen Bus gesehen haben, dachten wir: "Wow, der ist so hoch!" Das hat uns echt beeindruckt.
MOMOKA: Ich würde gern mit dem Zug fahren! Wir haben nämlich vorhin ein paar Bahnhöfe gesehen und die sahen interessant aus. Ich würde gern mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren, um zu sehen, wie das so ist.
Nono: Ganz ehrlich, ich möchte auch total gern shoppen gehen und sehen, wie alles hier so ist!


Eines eurer Lieder wurde als Anime Themensong ausgewählt. Mögt ihr denn selbst Anime? Wenn ja, welche Serien sind gerade eure Favoriten?

ami: Ich LIEBE Anime!
Nono: Sie ist ein totaler Anime-Freak! Als wir ein bisschen Zeit hatten, über das Convention Gelände zu laufen und uns alles anzuschauen, sagte ami die ganze Zeit "Ich möchte ein Foto mit diesem Charakter machen und ich will unbedingt ein Foto mit diesem Typen da!" (alle lachen)
ami: Im Moment mag ich Haikyuu!! total gerne. Ich hab sogar ganz viel Haikyuu!! Merchandise an den Ständen gesehen. Mein Lieblingscharakter ist der Libero der Nekoma Oberschule. Ziemlich ungewöhnlich, was? Ich habe nach ihm Ausschau gehalten, aber leider habe ich ihn nicht entdecken können.
MOMOKA: Ich mag zwar auch Pokemon, aber ich liebe Sailor Moon! Das ruft Erinnerungen wach, was? Mein Lieblingscharakter ist Sailor Merkur.
Nono: Ich glaube, mein Lieblingsanime ist Totoro.
Alle: Oh, wir alle mögen Totoro total gerne! (Sie singen eine Zeile aus dem Totoro-Lied)
Nono: Mein Liebling ist der mittlere Totoro, der blaue. Weil mir die Farbe am besten gefällt.


Vielen herzlichen Dank für das Interview! Bitte richtet zum Schluss noch ein paar Worte an die JaME Leser!

Nono: Ich freue mich so sehr über die Möglichkeit, hier in Deutschland zu sein und ich bin so glücklich, hier ein Konzert geben zu dürfen. Ich verliebe mich mit jeder Sekunde mehr und mehr in Deutschland. Hier zu sein und aufzutreten, ist so toll, aber da du das vorhin erwähnt hast – eine Tour hier zu haben, wäre fantastisch! Ich würde das so gerne machen.
ami: Ich liebe dieses Event, denn es bringt Menschen, die Anime und Japan im Allgemeinen mögen, auf ganz friedliche und schöne Weise zusammen. Hierher zu kommen und aufzutreten bedeutet mir sehr viel und ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen. Ich habe mich in all die netten Menschen hier verliebt und würde definitiv super gern noch einmal herkommen, wenn sich die Chance bietet.
MOMOKA: Auch wenn Japan und Deutschland sehr weit voneinander entfernt sind und wir sogar ewig im Flugzeug sitzen mussten, bis wir hier ankamen, erscheint mir die Welt doch sehr klein dank des Internets. Man kann einfach Anime online schauen oder total viel über Japan lernen. Auch andersrum – wir können durch das Internet viel über Deutschland und andere Länder erfahren. Ich bin sehr froh, dass so vielen Leuten unsere eigenen Lieder gefallen haben und sie unsere Konzerte sehr genossen haben. Das hat das Event auch wunderschön für uns gemacht. Wenn ihr nach uns ruft, kommen wir definitiv sofort wieder her, also bitte ladet uns noch einmal ein! Und wenn ihr mal nach Japan kommt, seid ihr herzlich eingeladen zu unseren Konzerten. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr vorbeikommt und wir uns wiedersehen.
ami: (auf Deutsch) Ich liebe euch! Danke schön.


J☆Dee’Z Song "Answer" mit dem Musikvideo, das in New York aufgenommen wurde:



JaME möchte sich bei J☆Dee’Z, Sony Music, der Anime Messe (besonders Michael Klement), Kanzen Music und Stephanie List für die Ermöglichung dieses Interviews bedanken.
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