CROSSFAITH live in Köln

konzertbericht - 01.11.2018 05:00

Mit neuem Album im Gepäck verwandelten CROSSFAITH das Kölner Gebäude 9 in einen großen Dancefloor.

Drei Jahre ist es her, seit das Metalcore-Quintett CROSSFAITH das erste Mal in Deutschland zu Gast war. Nach einer weiteren erfolgreichen Europatour im Jahr 2016, entschieden sich die Metaller dazu, im Rahmen ihrer EX_MACHINA TOUR 2018/2019, erneut einen Abstecher in die deutschen Clubs zu machen.

Mit dabei waren die beiden Vorbands Normandie aus Schweden und Blood Youth aus England, um das Publikum anzuheizen für den Headliner. Normandie konnten dabei mit ihrer Mischung aus Post-Hardcore und R’n’B nicht ganz überzeugen. Doch sie konnten einige ihrer zumeist jungen Fans für diesen Konzertabend begeistern, die CROSSFAITH sonst wahrscheinlich nie kennengelernt hätten. Blood Youth hingegen stießen auf größere Begeisterung und konnten die Besucher in Bewegung bringen. Mit ihrer gleichzeitig tanzbaren und energiegeladenen Mischung aus Hardcore und Clean-Gesang konnten sie den Großteil des Publikums mitreißen. In den ersten Circle Pits und Wall of Deaths wärmten sich die Besucher ordentlich für den Headliner auf. Die Band unterbrach zwischendurch ihr Set, als sich einer der Fans ernsthaft im Moshpit verletzte. Nachdem der Sänger sichergestellt hatte, dass der Betroffene ordentlich versorgt wurde, setzte die Band ihr Set fort.

Nachdem die beiden Vorbands das Publikum richtig angeheizt hatte, war es Zeit für den Headliner CROSSFAITH. Die Fans nahmen die Band mit großem Jubel in Empfang, als die Member während des Intros “Deus“ auf die Bühne stürmten und ordentlich Action machten, bevor sie sich an ihre Instrumente begaben. Mit “Catastrophe“ startete die Band in den ersten Song des Sets.

Die Besucher waren sofort voll dabei und pogten ausgelassen, während ein paar Reihen weiter hinten der wilde Moshpit startete. Mit ihrer interessanten Mischung aus Metal und Hardstyle scheinen CROSSFAITH auf ihrem neusten Album erneut das richtige Konzept gefunden zu haben, um live so richtig abzufeiern.

Das Markenzeichen von Keyboarder Teru besteht darin, während der Shows auf seine Ausrüstung zu klettern. Auch diesmal mussten die Fans nicht lange auf eine Showeinlage von ihm warten: Schon beim zweiten Song des Abends – “Destroy“ – konnte er sich nicht mehr zurückhalten und kletterte über sein Keyboard, um Kenta vorne auf der Bühne mit seinen Shouts zu unterstützen. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, seine Tanzfähigkeiten zur Schau zu stellen.

Als die Band “Freedom“ anstimmte, wollte Sänger Kenta alle Fans springen sehen. Dem Wunsch kamen die Besucher natürlich nach und hatten sichtlich viel Spaß an dem Mix aus Rap und Metal. Neben Teru taute auch Bassist Hiro weiter auf und feuerte das Publikum auf seiner Seite immer wieder an.

Bei dem Fan-Favourite “Jägerbomb“ dauerte es nicht lange, bis sich ein großer Circlepit durch die Halle zog und die ersten Crowdsurfer des Abends über die Köpfe der Leute getragen wurden.

Der gewaltigste Song des Abends – “Countdown to Hell“ – wurde seinem Namen gerecht, als Sänger Kenta gleich zu zwei Wall of Deaths aufrief. Das Publikum, das größtenteils aus eingestandenen Metal-Fans bestand, kam dieser Aufforderung natürlich nur zu gerne nach.

Nach einer DJ-Session von Keyboarder Teru, bedankte sich Sänger Kenta bei allen Fans für den Support und erzählte, wie CROSSFAITH vor drei Jahren erstmals Deutschland besuchte.

Nach dem MC trafen die vier Metaller mit “Make a Move” den Nagel auf den Kopf und verwandelten das Gebäude 9 abermals in einen großen Dancefloor. Die Leute, die gerade noch einen großen Moshpit überstanden hatten, fingen nun an ausgelassen zu tanzen.

Die Hardcore-Fans freuten sich, als Kenta mit “Photosphere“ einen älteren Song ankündigte. Es dauerte nicht lange bis zur nächsten Wall of Death und auch die Fans, die sonst scheinbar nicht viel mit Metal zu tun hatten, hatten sichtlich Spaß an der Action in der Halle.

In einem weiteren MC bedankte sich Kenta erneut bei seinen Fans für den Support und erzählte noch einmal die Geschichte, wie er vor drei Jahren das erste Mal in Deutschland aufgetreten ist. Kurz bevor ihn seine Emotionalität übermannte, kündigte er den letzten Song des Abends an.

Bei “Daybreak“ powerten sich die Besucher noch einmal richtig aus. Die Fans im Pit starteten derweil eine weitere Wall of Death.

Das Publikum hatte natürlich noch nicht genug, als die Band nach dem regulären Set die Bühne verließ, und lange ließen die Metaller zum Glück nicht auf sich warten. Für eine Zugabe stürmten sie erneut auf die Bühne. Bevor sich die Bandmitglieder an ihre Positionen begaben, machten sie zu “Into the Nightmare“ noch einmal richtig Action auf der Bühne. Drummer Tatsuya wurde dabei offenbar von seiner Feierlaune übermannt und so sorgte er für einige Lacher, als er bei dem ohnehin schon over-the-top Hardstyle-Remix versuchte, seine Tanzkünste zu beweisen.

Mit “The Perfect Nightmare“ folgte der Titelsong des aktuellen Albums, auf den sich viele Fans am meisten gefreut hatten. Der letzte Song des Abends konnte nur der Klassiker “Monolith“ sein. Die Fans zeigten sich wenig überrascht über diesen Song, umso mehr ging der Moshpit jedoch noch ein letztes Mal ab, bevor die Band endgültig von der Bühne verschwand mit den Worten „Ich liebe Dich!“ – einen Versuch war es immerhin wert.

Von CROSSFAITH hört man immer wieder, dass ihre Konzerte actionreich und eigentlich nichts anderes als eine große Party sind. Und genau diese Erwartungen bestätigten sich auf ihrer Show in Köln. Eine Setlist, die einen Hit nach dem nächsten lieferte und wenig Raum zu Durchatmen bot, gepaart mit der energiegeladenen Bühnenpräsenz der Band, machte das Konzert besonders. Humorvolle Einlagen wie das laute Jubeln des Publikums, als Kenta ein Bier öffnete oder Keyboarder Teru feierlich den Jägermeister auf die Bühne brachte, sorgten für gute Stimmung. Und das ist es doch auch, was man neben ausgiebigem Tanzen auf dem „Dancefloor“ von einer guten Party erwartet.


SETLIST:

01 Deus Ex Machina
02 Catastrophe
03 Destroy
04 Freedom
05 Jägerbomb
06 Countdown to Hell
07 Wildfire
08 Make a Move
MC
09 Inside the Flames
10 Photosphere
11 SE
MC
12 Daybreak

Encore:

01 Into the Nightmare
02 The Perfect Nightmare
03 Monolith


Die Fotos in der Galerie und das Titelbild stammen vom CROSSFAITH-Konzert in Berlin.
items
künstler
konzerte und events
CROSSFAITH 08/10

CROSSFAITH
Cologne - Germany
Gebäude 9
Kommentare
blog comments powered by Disqus
themes

Konzerte und Releases im deutschsprachigen Raum 2018

galerie
anzeigen
  • Chaotic Harmony
  • SYNC NETWORK JAPAN
  • euroWH