Interview mit OTOKAGE

interview - 10.01.2010 11:07

JaME redete mit OTOKAGE kurz nach ihrem Auftritt auf dem Emergenza Festival im April.

Während ihrem Aufenthalt im Gibus am 8. und 9. April, nahmen OTOKAGE sich etwas Zeit für ein kurzes Interview mit JaME. Die Band sprach über den Grund ihrer Entstehung, ihre weltweite Tour und über das Konzept von “wabi-sabi”.

Könnt ihr euch zu Beginn einmal vorstellen?

Lee: Ich bin Lee, der Sänger.
Onimaru: (in Englisch) Mein Name ist Onimaru, ich bin der Gitarrist. (zeigt auf die Person neben ihm)
Das ist Kohinata, er spielt das Schlagzeug.
HITT: Ich bin der Bassist, HITT.

Könntet ihr uns erzählen, wie OTOKAGE entstanden ist?

Onimaru & Lee: Wir gingen in ein verstecktes Ninja-Dorf in einer anderen Dimension. Doch unsere sehr, sehr bösen Gegner erreichten unser Dorf. Wir wollten mit ihnen in dieser Dimension Freundschaft schließen, um das Dorf vor Korruption zu retten und zu schützen.

Wie seid ihr zueinander gekommen?

Lee: Ich war derjenige, der die anderen gefunden hat, als ich entschied, eine Band für die Ausrottung des Bösen im Dorf zu gründen.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Lee: Ich mache Musik mit der Kunst eines Ninja.

Was könnt ihr über die Themen eurer Songs sagen?

Lee: Ich möchte den Geist der japanischen Kultur, des japanischen „wabi-sabi“ (ein ästhethisches Konzept der Warnehmung von Schönheit) zum Ausdruck bringen.

Wer ist verantwortlich für die Texte und für die Musik?

Onimaru: Lee schreibt die Texte, die Musik machen wir alle gemeinsam.

Welche Songs von OTOKAGE spielt ihr jeweils am Liebsten?

Lee: "Hyakunen Yozakura Ninpocho".
Onimaru: "asura".
Kohinata: Ich mag den neuesten Song, "Otokage Kuji".
HITT: "Ninpo Ranbu no Jutsu".

Was für ein Ziel verfolgt ihr nun?

Onimaru: Wir wollen so viele Menschen wie möglich aus der ganzen Welt zusammenbringen, um unser Dorf zu schützen.

Was habt ihr getan, um dieses Ziel zu erreichen?

Onimaru: Wir haben eine offizielle MySpace-Seite und einen Online-Shop eingerichtet. Im Moment befinden wir uns auf einer Welt-Tournee. Nach den USA werden wir Amsterdam, Stuttgart und zuletzt Nancy besuchen.

Was sind eure Pläne für die nächsten Touren? Hofft ihr, eine weitere Welt-Tournee machen zu können?

Onimaru: Zunächst möchten wir in Tokyo auftreten. Danach werden wir weitersehen, aber wir hoffen natürlich, bald noch eine weitere Welt-Tournee machen zu können.

Wie kamt ihr dazu, Teil des Emergenza-Festivals zu sein?

Onimaru: Ich habe den Veranstalter des Emergenza-Festivals in Japan getroffen. Ich sagte zu ihm, dass ich gerne eine Europa-Tour machen würde. Er war sehr enthusiastisch und schlug uns vor, am Festival teilzunehmen, solange wir hier sind.

Wer hat eure Kostüme entworfen?

Onimaru: Jeder von uns hat seine Kostüme selbst ausgedacht und entworfen. Doch wir schätzen sehr den Designer, der sich anschließend damit beschäftigt hat. Uns schwebten Outfits im Ninja-Stil vor, die sich mit dem Geist von OTOKAGE vereinbaren ließen.

Was denkt ihr über die Konzerte in Amerika und Frankreich?

Onimaru: Die Amerikaner sind sehr aktiv, enthusiastisch und regelrecht wild bei Konzerten. In Frankreich ist das nicht der Fall.

Und das japanische Publikum?

Lee: Das japanische Publikum ist sehr zaghaft und folgt der Choreographie, während das westliche Publikum die Musik viel freier genießt. Es hängt vom Land ab, aber OTOKAGEs Fans haben von Natur aus viel heißeres Blut.

Wusstet ihr, dass viele japanische Bands für Auftritte nach Europa kommen?

Lee: Ja, unter anderem die Band GARI, mit der ich befreundet bin.

Könntet ihr die Bedeutung eurer Tattoos erklären?

Lee: Es ist ein traditionelles japanisches Tattoo, welches aus Kirschblüten und einem Hasen, inspiriert von einem klassischen japanischen Druck, besteht.

HITT: Das Tattoo charakterisiert meinen Namen während meiner Solokarriere – die Pistole steht für die Explosion und die blauen Flügel für Dekoration.


JaME bedankt sich bei der Band OTOKAGE und ihrem Team für dieses Interview.
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