KUROYUME - I HATE YOUR POPSTAR LIFE

review - 15.06.2014 06:00

Zweite Single des Doppelreleases im Dezember 2013

Künstler: KUROYUME
Titel: I HATE YOUR POPSTAR LIFE
Typ: Single
Release: Dezember 2013
Stil: Punk / Rock
Bewertung: 7.5 / 10


Tracklist:
01. I HATE YOUR POPSTAR LIFE
02. dorei

Nachdem mit "Guernica" eine sehr ordentliche Single das Presswerk von avex trax verließ, macht man sich als geneigter Fan auch Hoffnung, dass die parallel erschienene "I HATE YOUR POPSTAR LIFE", in die gleiche Bresche schlägt. Alleine schon vom Namen her schreit die Single "Hier kommt ordentlicher Punk! Mach die Mukke lauter!" Die Katze auf dem Cover der CD spricht zwar dagegen, aber wer weiß? Das Model, dass auf dem Cover von "Guernica" zu sehen war hat auch nicht verhindert, dass die Musik eher nach der namensgebenden Stadt geraten war. Was soll’s der vielen Worte? Trommelwirbel.

Man wird nicht enttäuscht. Das Duo brettert ohne Vorspiel los und gibt erst Mal ordentlich Zunder. Stellenweise meint man zwar, dass gleich die Jungs von MAXIMUM THE HORMONE um die Ecke kommen, aber das stört nicht im Geringsten. Der Refrain glänzt abseits klassischer Punk Pfade mit der unverwechselbaren Stimme Kiyoharus. Irgendwie fällt einem zu so einem knackigen Punk Song auch nicht viel ein, was man schreiben kann. Weil, man kann halt nicht schreiben, wenn die Hände Luftgitarre spielen. Logisch oder?

"dorei" beginnt etwas funkiger, nur um dann in einen absolut experimentellen Song zu münden. Der Gesang ist gewöhnungsbedürftig, aber die nette Basslinie hält einen am Ball. Man kann den Song schwer im Repertoire der Band einordnen. Es hat gewisse Anleihen am Pop-Rock von Ozaki Yutaka aus den 80ern, der Refrain könnte in der Form auch gut von den Jungs von ULFULS geschrieben worden sein. Die Synthesizer tun ihr Übriges um ein seltsames Gesamtbild zu vervollständigen. Was zur Hölle dachte sich die Band dabei, und warum klingt es trotzdem so eingängig und mitreißend? Für KUROYUME ist dieser Song in dieser Form ein absolutes Novum. Klassischer Pop-Rock mit einem Hang zur Überproduktion, aber das ist himmelweitweg von dem was man vom Duo erwartet. Stellt sich nur die Frage ob das gut oder schlecht ist?


Fazit:
Zunächst einmal fragt man sich, warum man in diesem Fall nicht auch etwas mehr Geld locker gemacht hat, um sich den TYPE-B ins Haus zu holen. Alleine schon die Liveaufnahmen zu "C.Y.HEAD" hätten sich gelohnt - gerade wenn man die "Live at Shinjuku LOFT" Variante von 1997 kennt. Andererseits hätte man wohl den sehr interessanten Beitrag "dorei" verpasst. Wie man’s macht ist’s falsch. Oder teuer, wenn man sich jeweils beide Versionen aneignet. TYPE-A ist nur dann sinnvoll, wenn man sich nicht die Limited Edition des im Januar 2014 erschienenen Albums gekauft hat. Zusammenfassend muss also festgehalten werden: Musikalisch Top, aber geringe Kaufempfehlung und damit niedrigere Note, wegen der in diesem Fall unerlässlich erscheinenden Bonus-DVD des TYPE-B. Die fehlt einfach!
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