angela - LOVE & CARNIVAL

review - 23.05.2017 06:00

Die Liebe und die Feste stehen ganz klar im Fokus.

Künstler: angela
Titel: LOVE & CARNIVAL
Typ: Digital-Album
Stil: Pop
Veröffentlichung: 31.08.2016 (Europa)

Tracklist:
01. DEAD OR ALIVE
02. Come on
03. Kore, natsumatsuri
04. Kishi koushinkyoku
05. Ai, hitokakera
06. KIZUNA
07. Aisurukoto
08. Jump up
09. EIEIO
10. That's Halloween
11. Story ga hajimaru
12. Horizon


Das Anison-Duo angela um Sängerin atsuko und Gitarrist KATSU brachte im letzten Jahr ihr nunmehr achtes Album in Japan heraus. Am 31. August 2016, zeitgleich mit dem CD-Release in Japan, erschien "LOVE & CARNIVAL" via Gan-Shin Records auch als digitaler Download in Europa. Ohne zuviel vorwegzunehmen, die zwölf Titel passen hervorragend zum Albumtitel. JaME hörte einmal hinein.

Eröffnet wird das Album mit dem dynamischen und hymnischen "DEAD OR ALIVE", das Anime-Fans sicher aus Fafner in the Azure EXODUS erkennen. Neben atsukos starkem Gesang und der starken Instrumentierung bleibt besonders der hymnische Chor im Gedächtnis. An dieses starke Eröffnungsstück schließt sich das nicht minder interessante "Come on" an. Hier kommen elektronische Verfremdungen der Vocals zum Einsatz, aber auch die fetzigen Synthesizerbeats gehen direkt in den Gehörgang und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Das nachfolgende "Kore, natsumatsuri" ist der erste Song, der einen klaren Festivalcharakter hat. Zudem lauscht der Hörer hier auch tradionellen Instrumenten wie einer Shamisen, Taiko-Trommeln und auch diverse japaniche Flöten sind wahrnehmbar. Schließt man die Augen, so stellt man sich ein japanisches Fest im Sommer mit Umzug und Feuerwerk vor. Das dynamische Stück erweist sich ungewöhnlich eingängig und geizt auch nicht mit interessanten Soli in der Bridge.

Die beiden nächsten Tracks "Kishi koushinkyoku" und "Ai, hitokakera" fanden bei Knights of Sidonia musikalische Verwendung. Beim ersten der beiden Tracks hat man durch Fanfaren, die einen königlichen Eindruck vermitteln, den starken Chor und atsukos Stimme schnell das Gefühl bei einer Militär-Prozession anwesend zu sein. Bei den Strophen wird dieser Eindruck etwas zurückgefahren und die guten Synthesizer und eine mitreißende Melodie treten in den Vordergrund. "Ai, hitokakera" entpuppt sich relativ schnell als wunderschöne, ruhige Ballade von träumerischem Charakter. Das nachfolgende "KIZUNA", von K RETURN OF KINGS, lebt durch die dichte, energetische Atmosphäre und den wirklich guten Gesang, sowie den elektrischen Gitarren und Bass. "Aisurukoto" vereint sanfte Klavierakkorde mit traurigen Streichern und zuckersüßem Gesang zu einem interessanten Liebeslied mit leicht royalem Flair im letzten Drittel. "Jump up" schraubt anschließend die Lautstärke und das Tempo wieder höher. Zwar erklingen in dem Song auch gemächlichere Akkorde, aber die Hauptmelodie bleibt eine fröhliche und lebhafte, selbst in der Bridge mit den Soli von Bass und Gitarre.

Das nachfolgende "EIEIO" versprüht spanisches Flair. Lateinamerikanische Rhythmen laden zum Tanzen und Schwelgen ein. Der Track avanciert schnell zu einem Ohrwurm. Vom schönen Lateinamerika geht es dann anschließend in eine unheimliche Halloween-Nacht hinaus. Die finsteren Klänge aus der Einleitung machen nach und nach einer Kirmes-ähnlichen Musik Platz. Irgendwie erinnert "That's Halloween" aber auch ein wenig an die Musik aus dem Disney®-Klassiker Nightmare Before Christmas, besitzt aber auf der anderen Seite wieder seinen eigenen Charakter und ist ungemein kurzweilig. Man muss ihn auf jeden Fall einmal gehört haben. Mit "Story ga hajimaru" folgt dann schon der vorletzte Track von "LOVE & CARNIVAL". Bei diesem Song steht einem schnell das Bild von Sonne, Sand und Spaß vor dem geistigen Auge. Die schnellen, kurzweiligen Gitarrenakkorde und der mitreißende Gesang atsukos erleichtern die Reise an den imaginären Strand. Wurde das Album mit einem Song für Fafner in the Azure EXODUS eröffnet, so wählte das Duo zum Abschluss mit "Horizon" einen anderen Track, den sie für den Anime geschrieben hatten. Der Einstieg in das Lied ist sehr spannend und dramatisch instrumentiert. Auch als der Gesang einsetzt bleibt eine gewisse Spannung erhalten. Insgesamt betrachtet lässt sich "Horizon" als starke Pop-Rockballade beschreiben, die das Album zu einem würdigen Abschluss bringt.

Fazit: Die Kombination aus überwiegend schnellen, energetischen Nummern und interessanten Balladen mit unterhaltsamer Instrumentierung und kraftvollem Gesang machen angelas "LOVE & CARNIVAL" zu einer absoluten Empfehlung. Fans wie Neueinsteiger bekommen mit den zwölf Tracks einen wunderbaren Querschnitt des Duos aufgezeigt - unter dem sich auch der eine oder andere Ohrwurm verbirgt.

Auszüge aus allen Songs auf "LOVE & CARNIVAL" könnt ihr euch hier anhören:
items
künstler
Kommentare
blog comments powered by Disqus
anzeigen