The Mad Capsule Markets - cistm confliqt UK tour 2004

konzertbericht - 15.01.2005 13:00

Ein Livereport der cistm confliqt UK tour 2004 der Mad Capsule Markets

Als ich in den Veranstaltungsort erreichte, musste ich erst einmal den richtigen Eingang finden da es zwei Stück gab. Der Eingang im 1.Stock war der für die Empore und dann gabes noch den Haupteingang im Erdgeschoss, über den in den Raum mit der Bühne und der gro ßen Tanzfläche kam. Am Eingang konnte man seine Sachen gegen einen Gebühr von 2(!) Pfund abgeben und hatte trotzdem keine Garantie dass alles vollständig blieb. Aber egal, alles abgegeben und schnell nach oben gerannt. Als ich den Raum betrat, hatte es (zum Glück) noch nicht angefangen. Erst einmal schnell die Einrichtung abgecheckt um sich einen Überblick über die Soundanlage zu verschaffen: Lautsprecher waren genug vorhanden, an der Bühne in ausreichender Menge und sogar für die Leute, die nicht in der 1. Reihe standen, sondern in der „2.“ Reihe gab es welche, zwar nicht so viele wie an der Bühne aber es hat gereicht.

Während alle darauf warteten, dass es endlich losging, kamen immer mal wieder Crewmitglieder auf die Bühne. Sie hatten Kameras und animierten die Leute, um sie dann zu Fotografieren und zu Filmen. Nachdem sie das ein paar Mal wiederholt hatten wurde es dunkel und die Ansage Ansage der Mad Capsule Markets fing an aus den Lautsprechern zu tönen (es war eine per PC verzehrte Stimme, die ihren Namen wiederholte). Im Dunkeln kam die Band auf die Bühne und alle fingen an zu jubeln, als zuerst Motokatsu, Takeshi und zu meinem Erstauen nicht Toruxxx zu sehen waren! Entweder war es Ishigaki, Ai oder Fujita. Es könnte Fujita gewesen sein aber ich war mir nicht sicher, weil ich kein Foto von ihm kannte. Toruxxx war es nicht, denn derjenige hatte keine Tattoos auf den Armen und er benutzte andere Gitarren als Toruxxx. Nachdem die frei auf der Bühne waren kam dann nach der typischen Pause auch Kyono hinzu.

Er hatte die Bühne gerade erst betreten, als es schon richtig losging: „Start I.D.“, vom neuen Album CiSTm KOnFLiqT, leitete das Konzert ein und da es ja nur 10 Sekunden lang ist, ging es dann auch gleich heftig mit „Retalk“ zur Sache, ebenfalls von der neuen Platte. Kyono hat gleich mit sehr viel Aggressivität begonnen und klargestellt wer das Sagen auf der Bühne hat. Auf „Retalk“ folgte „Bomb Idea“. Da fiel mir ein großer Kritikpunkt auf: das Mikro von Takeshi war viel zu leise und man konnte den Chorus fast gar nicht verstehen, wenn man den Text nicht kannte. Dieses Manko hat man dann etwas verbessern aber nicht abstellen können. Es war sehr heiß also haben die Mad Capsule Markets nach diesen zwei Liedern erst einmal etwas getrunken und Kyono zog einen Zettel aus der Hosentasche, auf dem verschiedene Sätze standen. Er hat sie in Englisch vorgetragen und dabei sehr deutlich gesprochen, so dass jeder verstehen konnte was er erzählte. Er meinte, dass sie sich freuten hier zu sein und dass sie heute eine Menge Songs spielen würden. Darauf kündigte er den nächsten Song an, es war „Chaos Step“ vom Album 010. Das Pubikum nam dies freudig auf und alle fingen an zu springen und zu pogen. Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit kam dann „W.O.R.L.D.“ (CiSTm KOnFLiqT).

Die Massen hatten keine Ruhe um etwas zu verschnaufen, es ging sofort weiter. Es folgte „CiSTm KonFLiqT“ vom gleichnamigen Album, gefolgt von „Come“, einem weiteren Ausflug in die Vergangenheit. Am Anfang dieses Lieds waren die Zuschauer noch ruhig aber man weiß, dass sich das noch ändert wenn man den Song kennt. Zur Mitte hin, als Kyono anfing den Refrain immer aggressiver zu singen und dann richtig ins Mikro geschrieen hat, hat jeder den mitgesungen, die ganze Masse ist gesprungen und es wurde schon mit Stage Diving angefangen. Es kam wieder eine kurze Pause, in der sie was getrunken haben und irgendwelche Leute im Publikum anfingen, leere Bierbecher zu werfen. Von den Fans wurden ihnen vereinzelt Liedwünsche zu geschrieen.

Weiter ging es mit „Happy Ride“ (CiSTm KOnFLiqT) und „Sunny Beach Rd.“ (CiSTm KOnFLiqT), wieder war man nur am Springen oder am Pogen. Man merkte, dass sie Takeshis Mikro lauter bekommen haben, denn so brachte er mit seiner Stimme das Gegenteil zu Kyonos Aggressivität rein. Nach diesen beiden Liedern folgte wieder eine Zeitreise mit „Midi Surf“ und er holte den Zettel wieder hervor, der auch schon etwas gelitten hatte, bedankte sich dafür, dass so viele gekommen waren, was mit lautem Jubel begrüßt wurde. Er fragte dann noch ob wir viel Spaß hatten, was mit noch lauterem Jubel beantwortet wurde. Er wiederholte diese Frage noch einmal und es wurde noch lauter gejubelt. Danach wurde einer der Songs gespielt, nach dem in jeder Pause geschrieen wurde, „Bit Crusher“ (010)! Als es losging gab es kein Halten mehr, jeder im Raum war am Springen, Pogen, Tanzen oder Diven, sogar die Leute auf der Empore machten mit. Gegen Ende des Lieds wurde es immer wilder, niemand konnte mehr springen weil die ganze Masse am Pogen war. Das war ein sehr tolles Feeling! Es gab keine Ruhe nach dem Song, denn es folgte „Island“ (Osc-Dis)!! Die ganze Masse war in Bewegung und MAD haben richtig Gas geben. Dies war dann auch schon das vorletzte Lied, den Abschluss bildete „Tribe“ (Osc-Dis). Es ging noch mal richtig die Post ab! Danach verließ die Band die Bühne, aber jeder hat etwas ins Publikum geworfen. Kyono volle Wasserflaschen, Takeshi und Fujita Plecs, Motokatsu seine Drumsticks.

Nachdem ca.5 Minuten lang MCM (Mad Capsule Markets) gerufen wurde, kamen sie wieder auf die Bühne und wurden wieder frenetisch begrüßt! Sie spielten noch 2 Lieder, „Pulse“ (Osc-Dis) und „Good Girl“ (Osc-Dis)! Die Band und das Publikum haben noch einmal richtig Gas geben. Als Good Girl zu Ende war, wurden sie unter lautem Jubel und Applaus verabschiedet. Beides hielt noch ein paar Minuten an, nachdem sie die Bühne verlassen hatten. Jeder hatte noch einmal etwas in Menge geworfen.

Fazit: Es war ein geiles Konzert! Jeder der die Möglichkeit MAD einmal live zu erleben, sollte hingehen! Kyono hat die Massen zum Mitsingen und Bewegen animiert, Takeshi hat sein Können am Bass, Fujita an der Gitarre und Motokatsu an den Drums ausreichend unter Beweis gestellt. Man wird es nicht bereuen, auf eines ihrer Konzerte zu gehen, und bis auf die Tatsache, dass das Mikro von Takeshi zu leise war, gab es keine Kritikpunkte. Der Hauptgrund war wohl einfach, dass es keine kreischenden, peinlichen und nervenden Fangirls gab!
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